TORNAGRAIN
The Highlands, Schottland
Lage:Inverness, Schottland
Typ:Neustadt
Jahr:2006
Status:In Planung
Größe:202 Hektar
Kontakt:Andrew Howard, Moray Estates
Berryley, Darnaway
Forres, Moray, UK
IV36 2ST
www.morayestates.com
+44 (0)1309 672213
www.tornagrain-newtown.co.uk
Planung:DPZ-Miami/DPZ-Europe


Tornagrain ist ein Siedlungsneubau (New Town) von knapp 200 Hektar Größe und wird den Bevölkerungszuwachs der Stadt Inverness in Schottland, mit der aktuell höchsten Wachstumsrate Europas, auffangen. Das Projekt liegt in der städtebaulichen Entwicklungszone A96 zwischen Nairn und Inverness, wurde von Moray Estates in Auftrag gegeben. Die neue Stadt wird in der Tradition der New Towns im Vereinigten Königreich wie z.B. Dunkeld oder New Town Edinburgh gestaltet. Während viele der neuen Vorstädte nach den Prinzipien des Urban-Sprawl-Modells errichtet wurden, stellt Tornagrain ein Beispiel für nachhaltige, kompakte Stadtplanung dar. Die Unterbringung eines Teils der insgesamt ca. 30.000 Menschen, die in den nächsten fünf Jahren in den Highlands erwartet werden, beweist, dass Tornagrain ein herausragendes Beispiel für regionale Planung ist.

Den Grundriss der Stadt beherrschen die zentral verlaufende Hauptstraße und das Stadtzentrum, sowie mehrere kleinere Quartiere, die durch ein Netz von öffentlichen Plätzen und Grünanlagen miteinander verbunden sind. Das Stadtzentrum weist die größte bauliche Dichte auf. Eine Vielzahl an Geschäften und Läden befinden sich in den unteren Geschossen der Gebäude, während Büros und Wohneinheiten in den höher gelegenen Stockwerken und Park- und Stellplätze in den Innenhöfen untergebracht sind. Im übrigen Teil des Innenstadtkerns befinden sich Gebäude mit Mischnutzung (Live-Work Units) und Reihenhäuser, die den Übergang in die umliegenden Wohngebiete darstellen.

Drei kleinere Quartiere befinden sich südlich der Hauptstraße, jedes verfügt über ein eigenes Zentrum mit Mischnutzung und öffentlichen Grünanlagen. Die Landschaftsgestaltung der Grünflächen und Parkanlagen orientiert sich oft an den traditionellen Mustern alter schottischer Städte. So schlängeln sich kleinere Parkanlagen und Grünstreifen quer durch die Siedlung und verbinden die Stadt mit der charakteristischen Umgebung: der zentrale Stadtpark umschließt einen Esker (eine dammähnliche Aufschüttung aus der Eiszeit) und ein alter Steinbruch mit kleinem Gewässer wird zu einem Park.

Die lokale Architekturtradition Schottlands wird bei Entwurf und Bau der 5.000 Wohneinheiten, in Form von Mehrfamilienhäusern, Reihenhäusern und Einfamilienhäusern verschiedenster Größen, besonders beachtet.

Neben der geplanten Siedlung bietet der Masterplan des Projekts einen Übergang zum zukünftigen Airport-Business-Park. Beide Bauvorhaben verbindet eine symbiotische Beziehung. Die Bewohner der Stadt werden im geplanten Businesspark einen Arbeitsplatz finden, während das Flughafenpersonal die Stadt als Erholungsort nutzen kann. Zusätzlich wird die stetig wachsende Region durch den geplanten Flughafen und der neuen Bahnstation in der Lage sein, dem steigenden Bedarf an Transportmöglichkeiten durch den neuen Verkehrsknotenpunkt gerecht zu werden.



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